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Pressemitteilung

21.03.2003: Bericht vom bayerischen Schülerkongress basis’o3 in Regensburg

Das bayerische SchülerInnen Symposium (basis’o3), das am 14.-16. März in der Universität Regensburg stattfand, war nach Aussagen der Organisatoren ein voller Erfolg. Über 8oo Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern nahmen an diesem Wochenende an den Podiumsdiskussionen und Arbeitskreisen begeistert teil und forderten unter anderem in einer Resolution (s.u.) mehr Demokratie an den bayerischen Schulen.


An der Podiumsdiskussion zum Thema "Aller guten Dinge sind drei?! - Selektion und Elitenbildung" am Freitag Abend nahmen Vertreter aus unterschiedlichen bildungspolitischen Verbänden und Parteien teil. Hier waren sich alle einig, dass Chancenungleichheit ein bayerisches Problem ist und in der Diskussion mit dem Publikum wurden mögliche Lösungsansätze diskutiert, so zum Beispiel eine Ausweitung der Grundschulzeit.


Auch die vielgelobte Schulinnovation kam in 25 Arbeitskreisen zu verschiedenen Aspekten zur Sprache. Teilnehmer Elias Kreuzmair (16) hierzu: "Ich wusste bisher gar nicht, was Schulinnovation ist. Das zeigt doch, wie wenig von der Reform von oben ankommt." Auf basis 'o3 wurde deswegen vor allem behandelt, wie Schüler sich Schulinnovation wünschen und wie sie dazu beitragen können und wollen.


Weitere bildungspolitische Themen wie Noten, Gewalt an der Schule oder Integration an der Schule wurden am Samstag Abend in Diskussionsforen thematisiert, in denen die Schüler kritisch und lebhaft mit bildungspolitischen Vertretern diskutierten.


Sonya Popa-Henning (18), Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung (LSV) Bayern meint dazu: "basis 'o3 hat gezeigt, dass Jugendliche nicht so politikverdrossen sind, wie überall immer gesagt wird. Bildungspolitik wird auf Landesebene gemacht und wir Schüler wollen uns aktiv einmischen, aber leider ist das nicht allen möglich - es wird noch viel zu oft über unseren Kopf hinweg entschieden!". Denn in Sachen Schülervertretung sieht es bei den Real- und Hauptschulen noch viel schlimmer aus als bei den Gymnasiasten. Schülervertreter von Hauptschulen haben nicht einmal die Möglichkeit, sich regional zu treffen.


Doch was will die LSV ändern? Der Kongress ist der Startschuss zu einer Kampagne für mehr Demokratie in allen Schularten. "basis heißt Aufbruch!" meint auch Vincent Steinl (16), einer der Organisatoren von basis. "Dieser Aufbruch wird offensichtlich auch von Parteien und Verbänden unterstützt. In den verschiedenen Diskussionsforen und Arbeitskreisen waren Vertreter der SPD, der CSU, der Grünen und der Jungen Liberalen anwesend."


Der Staatssekretär des bayerischen Kultusministeriums, Karl Freller (CSU), sprach sogar ein Grußwort und bot den Bezirksschülersprechern ein Gespräch über die Forderungen des Kongresses an. "Wir haben während des Kongresses breite Unterstützung zugesprochen bekommen und wir hoffen, dass es nicht nur Versprechungen bleiben." kommentiert Popa-Henning.